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Eines Morgens sitzt sie mit einem anderen in ihrem schicken Neuwagen…

… und begibt sich mit ihm auf wilde Fahrt.

Inspiriert von einer Leserunde, die derzeit auf LovelyBooks läuft, möchte ich in diesem Beitrag Eindrücke von Sonjas und Ylvens Fahrt quer durch Europa teilen. Zu jedem Bild findet ihr ein Zitat aus Die Farbe des Himmels hinter dem Blau.

Gent

„Sonja legte sich auf den massiven Stein der Uferpromenade, eine Hand unter ihrem Kopf, und schaute auf die erleuchteten Fassaden. Erhaben ragten sie in den tiefschwarzen Himmel, wie riesige Treppen, gelb, grau und orange schimmernd im Licht der Scheinwerfer.“

Paris

„Sie saßen auf dem Hügel über der Stadt, eng aneinander gelehnt, die Arme ineinander verschränkt, ihr Kopf auf seiner Schulter, seine Wange auf ihrem Haar. Und so war das pompöse Ungetüm, das hinter ihnen weiß in die Nacht strahlte, genau der richtige Hintergrund für ihren Montagabend in Paris.“

San Sebastian

„Vorsichtig hüllte sie ihren zerbrechlichen Körper in die zarte Gardine und schaute nach draußen. Ruhig und klar lehnte sich das türkisblaue Meer an die weiße Muschelbucht. Ein weiter blauer Himmel umspannte Wasser und Strand. Unter der kühlen Luft des Morgens wartete ein warmer Tag.“

Plaza Mayor, San Sebastian

„Schließlich gelangte sie durch ein Tor auf einen weiten rechteckigen Platz, der umgeben war von vier symmetrischen Gebäuden. Die majestätischen Torbögen trugen jeweils drei Geschosse mit bodentiefen Fenstern und schlanken Balkonen. … Verhalten betrat sie den Platz und suchte sich einen freien Tisch in der Menge der Tische unter den weißen Schirmen.“

Meseta im Sonnenuntergang

„Die Sonne war als riesige orangefarbene Kugel in den Schleierwolken des Horizonts versunken. Zwischen dem rotgelben Himmel im Westen und dem schwachblauen im Osten schimmerte ein heller Streifen.“

Dorfkirche in der Meseta

„Vorsichtig drückten sie die Klinke, stemmten sich gegen die schwere Holztür. Sie gab nach. Die Kirche war offen.“

Segovia

„Sonja war so müde, so fernab der Realität, dass sie den Eindruck hatte, durch ihren eigenen Traum von engen steilen Gassen, menschenleeren Straßen, sandfarbenen Häusern und gelben Kirchen zu wandeln, ein Traum, der in einer bizarren Vision von einer gigantischen doppelten Brücke endete, die Bogen um Bogen auf schmalen Stelzen die Stadt durchschnitt.“

Toledo

„Toledo lag auf dem Hügel wie eine uneinnehmbare Festung.“

Kathedrale von Toledo

„Draußen vor dem geöffneten Fenster leuchteten die zierlichen Türme der Kathedrale vor dem schwarzen Himmel. Die warme Nacht wehte hinein.“

„Ostern ist morgen vorbei“, sagte Sonja. „Was ist dann?“

„Sag du es mir.“

„Ich will weiterfahren.“

„Dann fahren wir weiter, Sonja.“

Ach, Sonja… Du kannst nicht ewig mit ihm über die Meseta irrlichtern. Was ist, wenn eure Fahrt zu Ende geht?

😢

Nicht traurig sein. Sondern Zeig mir den Himmel hinter dem Blau lesen… 😉

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